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 … wie ist das eigentlich mit den Pflegestellen?

CoSeNot verfügt nicht – wie viele andere Tierschutzvereine – über ein eigenes Tierheim, sondern agiert bundesweit mit sogenannten Pflegestellen.

Was ist eine Pflegestelle?

Das sind engagierte, hundeerfahrene Menschen, die sich bereit erklären, einen in Not geratenen Hund vorübergehend in ihre eigene Familie aufzunehmen und ihm bis zur endgültigen Vermittlung ein Zuhause zu geben.  Eine Pflegestelle – das sind Menschen mit ganz viel Herz, Geduld und Toleranz!  Menschen, die viel Zeit und Liebe investieren, um einer geschundenen Hundeseele ihre Würde wiederzugeben.  Menschen, die „ihren“ Pflegehund mit offenen Armen empfangen und ihm außer einem warmen Kuschelplätzchen auch noch viel Liebe, Fürsorge, Geborgenheit und Aufmerksamkeit schenken. Und ihn auf einem  sicheren Weg in die neue Zukunft schützend begleiten.

Was sind das für Hunde, die in eine Pflegestelle kommen?

Die Hunde, die von CoSeNot gerettet bzw. übernommen werden, sind oft in sehr schlechter Verfassung: verletzt, verwundet an Körper und Seele, verängstigt, abgemagert, verfilzt, schmutzig und vernachlässigt. Oftmals sind sie nicht stubenrein und kennen weder Erziehung noch die Welt „da draußen“.

Manche sind jung, süß und verspielt – kleine Rohdiamanten, die nur ein wenig Schliff benötigen, und es ist eine wahre Freude, ihnen die Welt zu zeigen. Andere kommen mitten aus dem Elend, sind krank, schwach, verängstigt und verstört und benötigen unendlich viel Liebe und sanftes Verständnis, um ein neues Leben zu beginnen. Wieder andere wurden aus ihrem vertrauten Leben und ihrer gewohnten Umgebung gerissen: weil sie alt und gebrechlich geworden sind oder weil der Besitzer verstorben ist oder man sie einfach nicht mehr gebrauchen kann. Diese Hunde trauern und verstehen die Welt nicht mehr.

Nicht alle sind hübsch oder schön, freundlich und zugänglich – aber gerade die alten, kranken, häßlichen, geschundenen, vernachlässigten, verstörten und in ihrer Angst manchmal auch unfreundlichen benötigen am allermeisten unsere Hilfe.

Welche Aufgaben hat eine Pflegestelle?

Mit dem Einzug eines Pflegehundes beginnt eine arbeitsintensive Zeit, die alles

das beinhaltet, was jeder gewissenhafte Hundehalter auch für seinen eigenen Hund tut: 

* der Gang zum Tierarzt mit allen erforderlichen Impfungen und Behandlungen

* Krankenpflege & Fürsorge

* Baden und regelmäßige Fellpflege

* das „Aufpäppeln“ mit gutem und gesundem Futter

* spielen, schmusen &, spazierengehen

* Stubenreinheit & Grunderziehung üben

* die behutsame Eingewöhnung in ein soziales Umfeld

* viele, viele Unternehmungen

* und immer wieder: …Liebe!

Was ist der Vorteil von Pflegestellen?

In den Pflegestellen lernen viele Hunde, die ihr bisheriges Leben z.B. auf der Straße oder in Massenzuchtanlagen verbringen mußten, erstmals ein Familienleben kennen. Sie leben hier zusammen mit Menschen in Haus oder Wohnung statt einsam im Zwinger, nehmen am normalen Alltag teil und werden so optimal auf ihr zukünftiges Leben im endgültigen Zuhause vorbereitet. Ob es nun Kinder sind oder andere Haustiere, ob Besuch kommt oder eine Autofahrt ansteht – die Hunde werden hier an eine Vielfalt von möglicherwesie neuen und unbekannten Situationen im häuslichen und alltäglichen Bereich herangeführt. Eine erfahrene Pflegestelle vermag gezielt auf die Bedürfnisse ihrer Schützlinge einzugehen und ihnen zu helfen, die (teilweise sehr schlimme) Vergangenheit hinter sich zu lassen und Zutrauen zu den Menschen zu entwickeln. 

Und natürlich können die „Pflegeeltern“ das Wesen, den Charakter und die Entwicklung des Hundes optimal einschätzen und sind daher eine wertvolle Hilfe bei der Auswahl des passenden neuen Zuhauses. Sie unterstützen die endgültige Vermittlung auch durch das Führen eines „Pflege-Tagebuchs“, in dem mit vielen Fotos und kleinen Berichten die Fortschritte des Hundes dokumentiert werden.

Pflegestellen sind ein unverzichtbar wichtiger Teil der CoSeNot-Tierschutzarbeit:

Wie vielen Tieren geholfen werden kann,  hängt entscheidend davon ab, wie viele Pflegeplätze zur Verfügung stehen.

 

Warum nehmen die Pflegestellen das auf sich?

Viel Arbeit? Viele Mühen? Viele Unwägbarkeiten?

Ja, möglicherweise… aber auf der anderen Seite der Waagschale liegen ungeahnte Schätze:

 * neue Aufgaben bergen immer auch die Chance auf neue Horizonte

* das gute Gefühl, zu helfen wo Hilfe so dringend notwendig ist

* die Bereicherung, die man erfährt, wenn man gemeinsam mit einem Hund die Welt neu entdeckt

* die ersten Schritte auf dem Weg des Vertrauens, die so einzigartig erfüllend sind

* die große und kleinen Fortschritte zu erleben, die einem zeigen, daß man auf dem richtigen Weg ist

* Bewegung, Spaß und Freude im gemeinsamen Spiel und Training mit dem Schützling

* gemeinsame Erlebnisse, an die man noch Jahre später voller Dankbarkeit zurückdenkt

* mitzuwirken an der beglückenden Verwandlung vom „häßlichen, ängstlichen Entlein zum stolzen, unbeschwerten Schwan“

* mitzuerleben, wie aus traurigen Hundeaugen die Hoffnungslosigkeit verschwindet und einem hellen Strahlen Platz macht

* die uneingeschränkte Zuneigung einer treuen, dankbaren Hundeseele, die einem jedesmal auf’s Neue das Herz erwärmt

* die Chance, Gleichgesinnte kennenzulernen und Teil einer Gemeinschaft zu sein, die einen stützt und unterstützt

* die Freude, mitzuerleben wie der geliebte Schützling „sein“ neues Zuhause erobert

* die Möglichkeit, auch weiterhin an seinem Leben teilhaben und die neue Famillie unterstützen zu können

* und – last but not least –  die Wärme, mit der die kleine Fellnase Haus und Leben erfüllt 

 Was zeichnet eine gute Pflegestelle aus?

Daß innerhalb der Pflegefamilie alle Mitglieder mit der Übernahme eines Pflegehundes einverstanden sind, ist ebenso eine Grundvoraussetzung wie eine gewisse Erfahrung im Umgang mit Hunden. Ebenso sollte sichergestellt sein, daß der Pflegehund intensiv betreut werden kann und nicht (lange) alleine bleiben muß. Idealerweise sollte eine Pflegestelle neben Zeit und Geduld natürlich genügend Raum für eine artgerechte Hundehaltung zur Verfügung haben und darüber hinaus dem Pflegehund auch genügend Auslauf bieten können, sei es nun im eigenen, ausbruchsicher eingezäunten Garten oder in unmittelbarer Nähe zu Feld, Wald, Wiesen oder Parks. Wohnt eine Pflegefamilie zur Miete, muß selbstverständlich auch die Genehmigung des Vermieters vorliegen. Beinahe ebenso wichtig ist das Wohlwollen der Nachbarn, die sich von möglichem Hundegebell nicht gestört fühlen sollten. Leben  in der Pflegestelle bereits eigene Hunde oder andere Haustiere, sollte die Wohnsituation es erlauben, bei evtl. Unverträglichkeiten o.ä. die Tiere räumlich zu trennen. Auch möglicherweise weite Fahrten zum Abholen des neuen Pflegehundes sollte eine Pflegestelle nicht scheuen – und ebenso wenig die Übernahme von Futterkosten. Ob es nun eine Einzelperson ist oder eine ganze Familie ist: neben der Liebe zum Tier und dem Wunsch zu helfen,  sind natürlich auch starke Nerven von Vorteil. Eine Pflegestelle ist nur dann eine echte Hilfe, wenn der Hund bis zur endgültigen Vermittlung dort sein kann. Und zwar unabhängig davon, ob er ein kleiner Sonnenschein ist oder z.B. die Pflegeeltern durch Verhaltensauffälligkeiten stark beansprucht. Denn ein Wechsel in eine andere Pflegestelle, in eine wieder neue Umgebung kann die kleine, möglicherweise gerade erst zur Ruhe gekommene Hundeseele verunsichern und in ihrer Entwicklung zurückwerfen.

Wie wird man eine CoSeNot-Pflegestelle?

Bevor man sich entschließt, CoSeNot durch die Aufnahme eines Pflegehundes zu unterstützen, sollte man bedenken:  manchmal werden schon nach kurzer Zeit passende Interessenten gefunden, manchmal kann es aber auch mehrere Wochen oder Monate dauern, bis der Hund „seine“ Menschen gefunden hat.  Ist man also bereit, immer wieder sein Herz zu verschenken und immer wieder Abschied zu nehmen?

Wenn Sie jetzt aus tiefer Überzeugung denken:  “Ja, ich bin sicher, daß jede Hundeseele so unendlich viel zu geben hat und daß alles, was ich in sie investiere, hundertfach zu mir zurückkommt! Und genau deshalb ist es mein aufrichtiger Wunsch, CoSeNot durch die Aufnahme eines Pflegehundes zu unterstützen!“  … dann greifen Sie bitte zum Telefon und wenden Sie sich an Frau Tölle-Köhlert, Tel. 02303-83065. Sie wird Ihnen gerne dabei behilflich sein, den für Sie passenden Hund zu finden und Ihnen die notwendigen Formalitäten (wie z.B. den Vorbesuch, den Pflegevertrag etc.) erklären.