Zümi

Zümi hatte in Ungarn ein Zuhause, landete jedoch auf der Straße und kam schließlich über befreundete Tierschützer nach Deutschland zu CoSeNot. Kaum angekommen, konnte er immer schlechter und schließlich gar nicht mehr laufen. Es wurde eine akute entzündliche Erkrankung der Nervenwurzeln diagnostiziert, welche nicht nur einzelne Gelenke, sondern den gesamten Körper betraf. Doch seine Chancen auf Genesung standen gut und so nahm die Pflegefamilie den Kraftakt der 24-Stunden-Pflege auf sich. Als Zümi nach etwa vier Monaten die ersten vorsichtigen Schritte machte, flossen bei allen die Freudentränen.

Heute ist er ein glücklicher Hund, der aktiv am Familienleben teilnimmt. Inzwischen hat er all die Gassistrecken, die er wochenlang nur von seinem Zümel-Mobil aus begutachten konnte, intensiv erschnüffelt und kennengelernt. Und er hat noch viel mehr kennengelernt: Zümi war auch mit seiner Familie im Urlaub und hat dort, zusammen mit dem Rest des Familienrudels, die große Freiheit genossen. Rennen, springen, balancieren, schwimmen, fremde Gerüche erschnüffeln, Frauchen und Herrchen den ganzen Tag um sich haben… Das hat ihm sehr gefallen.

Die Ursache der Erkrankung konnte nicht gefunden werden, daher kann man auch nicht mit Bestimmtheit sagen, ob sie noch einmal ausbricht – die Möglichkeit besteht aber. Als Auslöser vermuten die Spezialisten großen Stress, daher hat Zümi nun ein „Stress-Vermeidungs-Privileg“: Er darf immer dabei sein, wenn Frauchen und Herrchen etwas gemeinsam unternehmen, auch wenn der Rest des Rudels mal nicht mitgehen kann. So durfte Zümi dieses Jahr auch an einer Familienfeier teilnehmen, bei der er sich vorbildlich benahm und sehr gewissenhaft auf die Luftballon-Deko aufgepasst hat.

Wie bereits erwähnt, es kann passieren, dass die Krankheit sich mit einem erneuten Schub zurückmeldet – sollte es dazu kommen, weiß man nicht, wie schlimm es sein wird. Zümi hat nämlich auch noch eine Speiseröhrenerweiterung, was in der Akutphase ein zusätzliches Problem darstellte. Und es bestand die berechtigte Sorge, dass die Lähmung die Atmung beeinflussen könnte. Gott sei Dank blieben Zümi und seine Pflegefamilie davon aber verschont. Zu allem Überfluss wurde auch ein Bandscheibenvorfall festgestellt, der ihm aber glücklicherweise (noch) keine Probleme macht.

Wir wollten diesem tapferen kleinen Kämpfer natürlich unnötigen Stress ersparen und so wurde entschieden, dass Zümi als Patenhund bei seiner Pflegefamilie bleiben darf.

 

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